Mit der Zündapp nach Madrid

Nachdem ich das Lied „Mit dem Moped nach Madrid“ der Gruppe Madsen gehört hatte, habe ich erst mit meiner Frau gesprochen (grünes Licht), anschließend mit der Zündapp (auch einverstanden) und von der Eifel zu meiner Tour gestartet.

Nach Luxembourg und Verdun habe ich am zweiten Tag Paris erreicht.

Weiter ging es über Lemans, die Bretagne (nur gestreift), Arcachon, das Baskenland, San Sebastian Zarautz mit Kurs auf mein Ziel: Madrid!

Ich war mit 18 Jahren mal mit zwei Kumpels in einem R4 in San Sebastian, wusste also, dass es recht bergig ist.
Allerdings war ich doch überrascht, wie viele Höhenmeter zu erklimmen waren.

Der Weg nach Madrid hatte einiges zu bieten: teilweise öde, endlos wirkende Straßen, aber größtenteils sehr abwechslungsreichen Landschaft und ebenfalls keinesfalls nur plattes Land.

Am siebten Tag war’s so weit, ich hatte Madrid erreicht. Nicht ganz ohne Probleme, aber egal – die ersten 1800 km haben trotz ordentlich Hitze richtig Spaß gemacht.

Kurz angemerkt: Übernachtung täglich im Zelt, eigenen Kaffee gekocht und nach ca 9 Std. Fahrt das nächste Quartier gesucht.
Manchmal bin ich auch 10 Std gefahren, die längste Tages-Etappe waren knapp 350km!

Madrid: Haken dran.
Weiter ging es Richtung Valencia auf sehr schönen Strecken, allerdings teilweise mit dünnem Tankstellennetz.

Kurz vor Valencia habe ich noch einen Kurztrip nach Ibiza gebucht.

Anschließend ging es weiter nach Tarragona, ich nahm Abschied vom Mittelmeer und fuhr weiter über Andorra, was wegen der ordentlich Steigungen dorthin und weiter nach Frankreich sehr anstrengend fürs Moped war.
Der letzte Pass lag immehin auf stolzen 2400 m.

Nach einem Stück durch die Pyrenäen nahm ich groben Kurs auf Toulouse, fuhr Richtung Luxembourg und kam nach genau drei Wochen und 4500 km wieder zuhause an.

Eine blöde Reifenpanne hat Nerven gekostet, einmal mußte der Vergaser durchgepustet werden, technisch war’s das.
Es gab noch ein paar kleinere andere Probleme, aber so habe ich viele nette, hilfsbereite und neugierige Menschen kennengelernt, tolle Campingplätze gefunden, fast süchtig täglich dem zweitakt Sound gelauscht und bin schließlich mit breitem Grinsen nach meinem zweiten Moped-Marathon im Heimathafen eingelaufen.

Euer
Micha

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